Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026

SPORTPOLITIK

Den vollständigen Brief finden Sie unter ads-sportverwaltung.de

Die 400 ADS-Mitglieder vertreten über 50 Mio. EinwohnerInnen und 150.000 Sportstätten .

Bild: ADS

„KOMMUNEN BENÖTIGEN VERLÄSSLICHE, MEHRJÄHRIGE RAHMENBEDINGUNGEN“ Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter e.V. (ADS) wendet sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung – mit teils erheblicher Kritik am aktuellen SKS-Programm.

Fehlende Entbürokratisierung, komplexe Verfahren, knappe Fristen

Unzureichende Ausrichtung an empirischen Erkenntnissen

„Mit großem Bedauern stellen die Kommunen fest, dass das neue SKS-Programm im Kern die gleichen, als übermäßig komplex und bürokratisch wahrgenommenen Strukturen und Anforderungen des Vorgängerprogramms SJK fortschreibt. Nach wie vor handelt es sich um ein zu kurzfristiges, zweistu figes Verfahren mit umfangreichen fachlichen, energetischen, beihilferechtlichen und fördertechnischen Nachweisen, die insbesondere kleinere und finanzschwache Kommunen vor kaum zu bewältigende Hürden stellt.“ Förderquoten, Eigenanteile und Zugang für finanzschwache Kommunen „Sportstätteninvestitionen bewegen sich häufig in Größen ordnungen, die die kommunalen Haushalte – gerade in strukturschwachen Regionen – nur mit erheblichem Kraftauf wand realisieren können. […] Wenn der Bund mit SKS einen substanziellen Beitrag zur Verringerung des Sanierungsstaus leisten will, müssen Förderquoten, Eigenanteilsregelungen und förderfähige Nebenkosten so ausgestaltet werden, dass sie auch für kleine, ländliche und finanzschwache Kommunen realistisch darstellbar sind.“

„Der vorliegende Projektaufruf SKS spiegelt die Erkenntnisse [aus dem Forschungsprojekt SpoFoe] bislang nur ungenügend wider. Insbesondere fehlen ein klar erkennbarer, datenge stützter Verteilmechanismus, der z. B. Sanierungsbedarf, Finanzkraft und Versorgungsgrad systematisch berücksich tigt, sowie verbindliche Strukturen für eine systematische Evaluation auf Programmebene.“ Mangelnde Kontinuität und unklare Finanzierungsperspektive „Die Kommunen benötigen für Investitionen in die Sportin frastruktur verlässliche, mehrjährige Rahmenbedingungen, um Projekte seriös planen, politisch beschließen und mit Eigenmitteln unterlegen zu können. […] Die Diskrepanz zwischen politischer Kommunikation und tatsächlich im Projektaufruf verbindlich veranschlagten Mitteln führt bei Städten und Gemeinden zu erheblicher Planungsunsi cherheit. Die Kommunen müssen heute wissen, ob und in welchen Tranchen oder weiteren Programmen zu rechnen ist, um Projekte sinnvoll zu priorisieren und dauerhafte Eigenanteile sowie bauliche Kapazitäten einzuplanen.“

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