Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026

SPORTPOLITIK

So bewerteten die befragten Kom munen die Schwerpunktsetzung des Programms auf nachhaltige Bausub stanz, nachhaltige technische Aus stattung und die Verbesserung der Barrierefreiheit tendenziell eher po sitiv: In Großstädten (3,55) fällt diese Bewertung deutlich besser aus als in Mittelstädten (3,23) und Kleinstädten (3,17). Die insgesamt im Rahmen der Sportmilliarde zur Verfügung stehen den Mittel (333 Mio. Euro im ersten Projektaufruf) erscheinen den meisten Kommunen dabei viel zu gering, um wirklich spürbare Impulse zur Verbes serung des Zustands der kommuna len Sportstättenlandschaft setzen zu können: Kleinstädte bewerteten das Fördervolumen der Sportmilliarde dabei mit 2,0 auf einer Skala von 1 bis 5 etwas besser als Mittelstädte (1,66) und Großstädte (1,23). Die Ankündigung der Sportmilliarde ging aber vor allem auch mit dem politischen Verspre chen einher, bürokratische Prozesse zu verschlanken und die Antragstellung und Mittelvergabe so transparent wie möglich zu gestalten. Gelungen ist dies nach Ansicht der im Sportamtsre port 2026 befragten Kommunen nicht: Großstädte bewerteten die Frage da nach, ob der Bürokratieabbau mit dem ersten Projektaufruf zur Sportmilliarde gelungen sei, im Schnitt nur mit 1,77 auf einer Skala von 1 bis 5. Mittelstädte (2,18) und Kleinstädte (2,27) geben sich hier geringfügig optimistischer, sprechen aber auch keineswegs von einem gelungenen Bürokratieabbau.

Bewertung: Sportmilliarde & SKS-Programm

Schwerpunktsetzung

Großstädte

3,55

Mittelstädte

3,23

3,17

Kleinstädte

1

2

3

4

5

Fördervolumen

Großstädte

1,23

Mittelstädte

1,66

Kleinstädte

2

1

2

3

4

5

Bürokratieabbau

Großstädte

1,77

Mittelstädte

2,18

Kleinstädte

2,27

1

2

3

4

5

Quelle: Sportplatzwelt

Großstädte und ihre Schubladenprojekte profitieren

dies zum Zeitpunkt der Befragung (Ende Dezember) geplant. Die Befürch tung vieler Fachverbände, dass die vergleichsweise hohen Eigenmittel und Mindestzuwendungen der Sport milliarde, die in der Regel nur Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolu men von mindestens 550.000 Euro ermöglichen, dazu führen könnten, dass sich vor allem „gut betuchte“ Kommunen und Großstädte mit Pro jekten in entsprechenden Dimensionen um eine Förderung im Rahmen des SKS-Programms bewerben, spiegelt sich auch im Sportamtsreport 2026 wider: Es sind vor allem Großstädte, die sich auf den ersten Projektaufruf beworben haben. Ganze 95,5 % der befragten Großstädte gaben an, sich bis zur Frist am 15. Januar 2026 um eine Förderung bewerben zu wollen. Während Mittelstädte immerhin noch auf eine Quote von 74,3% kommen, hat sich nur jede zweite Kleinstadt (50,0 %) um eine Förderung im Rahmen der Sportmilliarde beworben. 

Trotz der vergleichsweise kurzen Antragsfristen – der erste Projektaufruf erschien im November 2025, die Frist für eingereichte Projekte lag im Januar 2026 – haben sich ganze 71,8 % der im Sportamtsreport 2026 befragten Kommunen um eine Förderung im Rahmen des SKS-Programms („Sport milliarde“) beworben – oder haben

Sportmilliarde: Bewerbungen zum ersten Förderaufruf

Gesamt

71,8 %

28,2 %

95,5 %

4,5 %

Großstädte

74,3 %

25,7 %

Mittelstädte

50 %

50 %

Kleinstädte

0

20

40

60

80

100

 Ja

 Nein

Quelle: Sportplatzwelt

SPORTPLATZWELT MAGAZIN 1/2026 | 27

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