Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026

SPORTPOLITIK

Sportmilliarde: Fördersituation für Sportvereine

die aktuellen Antragsprozedere als sinnvoll erachten, da sie Hauptträger des Sports am besten die jeweiligen Bedarfe vor Ort kennen würden. Das Sondervermögen und der Sport Neben der Sportmilliarde kön nen Kommunen infrastrukturelle Sportstättenprojekte in den kom menden Jahren prinzipiell auch über das Sondervermögen Infrastruktur finanzieren – insofern hier angesichts der hohen Sanierungsrückstände in anderen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge – und teilweise auch Pflichtaufgaben – überhaupt Mittel Könnten Vereine sich selbständig bewerben, würde das die Verwaltung sehr entlasten Eine Beantragung über die Kommune ist sinnvoll, da wir die Bedarfe am besten kennen Es besteht die Gefahr, dass kommunale Projekte bevorzugt behandelt werden Die Beantragung von Vereinsprojekten über die Kommune stellt uns vor einen erheblichen personellen und zeitlichen Mehraufwand  Kleinstädte 1)  Mittelstädte 1)  Großstädte 1)

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 Gesamt 1) Anteil an Kommunen, die die Aussagen mit „trifft voll zu“ oder „trifft eher zu“ bewertet haben

Quelle: Sportplatzwelt

für den Sport „übrig bleiben“. Eine Befürchtung, die auch viele Kommu nen im Sportamtsreport 2026 teilen: Insgesamt 76,2 % der befragten kom munen bewerteten die Aussage „Auf grund hoher Investitionsrückstände in anderen Bereichen werden nur wenig Mittel für Sport übrig bleiben“ mit „trifft voll zu“ oder „trifft eher zu“. In Großstädten sind diese Befürchtun gen (81,0 %) noch einmal deutlich stärker vertreten als in Kleinstädten (68,8 %). 64,3 % der befragten Kom munen sind zudem der Meinung, dass die Mittel aus dem insgesamt 100 Mrd. Euro schweren, kommunalen Infrastruktursondervermögen, das möglichst direkt und unbürokratisch

an die Kommunen fließen soll, insge samt nicht ausreichen werden, um spürbare Impulse in der kommuna len Sportstätteninfrastruktur setzen zu können. Wenn überhaupt, sehen einige Kommunen vor allem Chancen im Schulbau: 31,7 % der befragten Kommunen wollen mit dem Sonder vermögen spürbare Impulse in der schulischen Infrastruktur erreichen, wovon schlussendlich auch der Ver eins- und Individualsport profitieren wird. Die Verbesserung von Verkehr sinfrastruktur, um beispielsweise eine bessere Erreichbarkeit vorhandener Sportstätten zu gewährleisten, spielt nur in 15,9 % der befragten Kommu nen eine übergeordnete Rolle. 

Nutzung des Sondervermögens für sportinfrastrukturelle Investitionen

Aufgrund hoher Investitionsrückstände in anderen Bereichen werden nur wenig Mittel für den Sport übrig bleiben

Wir wollen mit dem Sondervermögen spürbare Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur erreichen, wovon auch der Sport profitieren wird Wir wollen mit dem Sondervermögen spürbare Verbesserungen in der schulischen Infrastruktur erreichen, wovon auch der Sport profitieren wird Die Mittel aus dem Sondervermögen sind zu gering, um spürbare Impulse setzen zu können

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 Kleinstädte 1)

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 Gesamt 1) Anteil an Kommunen, die die Aussagen mit „trifft voll zu“ oder „trifft eher zu“ bewertet haben

Quelle: Sportplatzwelt

SPORTPLATZWELT MAGAZIN 1/2026 | 29

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