Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026
SPORTPOLITIK
Qualitätsbereiche mit Barrierepotenzialen
Auffindbarkeit
Zugänglichkeit
Nutzbarkeit
Flächen und Ausstattung
Eingänge und Türen
Gebäudestruktur/ Ebenen
Entfernung vom Wohnort
Flexibilität der Strukturen
baulich/ räumlich
Abstellplätze Fahrzeuge/ Bring- und Hol-Zone
Breite von Wegen und Durchgängen
Stufen, Treppen, Fahrstühle
Steuerung Beleuchtung, Heizung
ÖPNV-Anbindung
Topografie/ Gelände
Akustik
Umkleiden & Sanitäranlagen
persönliche Erfahrung
Vielfalt der Angebote
Vereinsstrukturen
Begegnungs- und Rückzugsräume
sozial
Nutzungsbeiträge
Assistenz und inklusiv qualifiziertes Personal
Zeiten der Sportangebote
Ästhetik und Hygiene
Ansprechperson/ Willkommenskultur
Öffentlichkeitsarbeit
Sicherheit
Möglichkeiten der Anmeldung
kommunikativ/ digital
Anleitung
(Online) Information zu Angeboten und Barrieren
Orientierung und Wegeführung (taktil, visuell, auditiv, kognitiv)
Quelle: In Anlehnung an BMWSB 2024, S. 25
sich zur Barriere entwickeln. Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen bei der Planung barrierefreier Sport- und Bewegungsangebote unter Umständen auch Begegnungs- und Rückzugsmöglichkeiten einplanen, die Öffnungszeiten (falls vorhanden) entsprechend anpassen sowie ein be sonderes Augenmerk auf die Sicher heit und den Gerätezustand legen. Anleitungen und Beschilderungen sollten zudem (am besten in einfa cher Sprache) die Funktionsweise der einzelnen Geräte genau erklären. Ein stetiger Prozess
den individuellen Voraussetzungen am Standort ab. Früh sollte deshalb der Kontakt zu Behindertensport verbänden und betroffenen Bevöl kerungsgruppen gesucht werden, die in der Regel am besten wissen, welche baulichen Aspekte sich zur Barriere entwickeln könnten. Im Prozess gilt es dann auch, eventu elle Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen, mit allen betroffenen Ak teuren abzuklären und gemeinsam (Kompromiss-)Lösungen zu finden: So können sich beispielsweise am Boden aufgebrachte Leitsysteme für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen zu einem Problem für Rollstuhlfahrer oder Jogger entwickeln. Es geht hier also nicht darum, einzelnen Personen
gruppen optimale Voraussetzungen zu schaffen, sondern viel mehr dar um, jeder Bevölkerungsgruppe die Sportausübung so komfortabel wie möglich zu gestalten, ohne einzelne Gruppen zu benachteiligen. Auch klar ist dabei, dass Kom munen hier oft nach dem „Trial and Error“-Prinzip arbeiten müssen und die durchgeführten Maßnahmen im mer wieder kritisch hinterfragen und eventuell Anpassungen vornehmen müssen. Auch hier ist der Dialog mit den betroffenen Personen entschei dend, um wichtiges Feedback zu be reits durchgeführten Maßnahmen zu erhalten und dieses dann beispiels weise als „Blaupause“ für künftige Projekte nutzen zu können.
Welche Maßnahmen schlussend lich ergriffen werden, hängt stark von
SPORTPLATZWELT MAGAZIN 1/2026 | 35
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