Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026

SPORTPOLITIK

gend (dsj) und die DFL Stiftung das Augenmerk in zwei separaten Studien vor allem auf den SROI von Investitio nen in den Kinder- und Jugendsport. Die dsj: „Jeder investierte Euro in den Jugendsport zahlt sich mehrfach aus. Gesundheitlich entlastet Bewegung in jungen Jahren das System enorm – al lein durch verbesserte körperliche und mentale Gesundheit entstehen Einspa rungen von rund 2,5 Mrd. Euro jährlich. Gleichzeitig schafft Sport ökonomische Impulse: Sportstättenbau, Ausrüstung, Kleidung und lokale Dienstleistungen generieren eine Wertschöpfung von mehr als 16 Mrd. Euro pro Jahr.“ Der eigentliche Gewinn liege aber vor allem im sozialen Zusammenhalt: „Kinder und Jugendliche erfahren im Sport verein Werte wie Fairness, Respekt und Verantwortung. Sie begegnen Vielfalt, lernen Integration – unab hängig von Herkunft, Religion oder Einkommen.“ Hinzu kämen rund 2 Mio. junge Menschen, die sich regel mäßig ehrenamtlich im Kinder- und Jugendsport beschäftigen: „Der mo netäre Gegenwert dieser freiwilligen Arbeit wird auf 4,8 Mrd. Euro jährlich geschätzt – ein Beitrag, den kein staat liches Programm ersetzen kann.“ Investitionen in den Kinder- und Jugendsport müssen an dieser Stelle aber nicht immer ausschließlich von

Sport vermittelt gesellschaftliche Werte und sorgt für direkte Einsparungen im Gesundheitssektor.

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staatlicher Seite kommen: Seit Jahren versucht die DFL Stiftung mit ihrem Programm „Bundesliga bewegt“, im Rahmen dessen 21 Clubs der Bundes liga und 2. Bundesliga mit Schulen, Kitas und Freizeiteinrichtungen ko operieren, jedes Jahr mehr als 22.000 Kinder zu mehr Bewegung zu moti vieren. Mit Erfolg, wie eine aktuelle SROI-Analyse zeigt: „Jeder investierte Euro in das Programm erzeugt 2,34 Euro an gesellschaftlichem Mehr wert. Insgesamt werden so jährlich rund 10 Millionen Euro messbarer Nutzen geschaffen.“ Diesen 10 Mio.

Euro stehen wiederum jährliche In vestitionen in Höhe von 4,2 Mio. Euro gegenüber. Die Studie beschränkt sich dabei ausschließlich auf Effekte, die belastbar monetarisiert werden können – bessere Chancen auf einen guten Schulabschluss, gesündere Zukunft und daraus resultierende Kosteneinsparungen im Gesundheits sektor sowie höhere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, höheres Einkommen und dadurch höhere Steuereinnah men – und klammert andere positive, aber nur schwer bezifferbare Wirkun gen (z. B. gestärktes Selbstvertrauen) explizit aus. Franziska Fey, Vorstands vorsitzende der DFL Stiftung: „Die Ergebnisse der SROI-Analyse zeigen ganz klar. ‚Bundesliga bewegt!‘ wirkt! Sport und Bewegung sind wichti ge Ressourcen für die Bildung und Entwicklung junger Menschen und bringen nachhaltig positive Effekte für unsere Gesellschaft. Dieses Po tenzial gilt es noch besser zu hebeln, für unser aller Zukunft.“ Umgerechnet auf die „Sportmilliar de“ bzw. den aktuellen ersten Projekt aufruf zum SKS-Programm würde dies bedeuten, dass der Bund mit den zur Verfügung gestellten Haushaltsmitteln in Höhe von 333 Mio. Euro einen ge sellschaftlichen Mehrwert von 712 Mrd. bis 780 Mrd. Euro erzielen könnte. 

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Sportstättenförderung ist Gesundheitsförderung.

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