Sportplatzwelt MAGAZIN | Ausgabe Nr. 1/2026

MITGLIEDER & EHRENAMT

GEMEINNÜTZIGER ESPORT CHANCE FÜR DEN BREITENSPORT?

Nachdem eSport-Angebote im Verein keine gemeinnützigkeitsrechtlichen Grenzen mehr gesetzt sind, wirft Sportplatzwelt einen Blick auf einen Verein, der sich bereits seit mehr als 6 Jahren mit vergleichbaren Angeboten befasst.

E ine Untersuchung der Jo hannes-Gutenberg-Univer sität Mainz zeigt, dass sich fast drei Viertel der aktiven eSportler in Deutschland die Professio nalisierung ihres Sports und die Zuge hörigkeit zu einem Verein wünschen. Bislang scheiterten derlei Angebote vor allem noch am Gemeinnützig keitsrecht und teils unterschiedlicher Auffassungen des Begriffs „eSport“: Während der eSport-Bund Deutschland (ESBD) beispielsweise eine sehr weit gefasste Begriffsdefinition vertrat und vertritt, wollte sich der DOSB von An

fang ausschließlich auf elektronische Sportsimulationen beschränken – und andere, teil gewaltverherrlichende Titel dem Oberbegriff „eGaming“ zu ordnen. Generell waren die Themen Gewaltverherrlichung und Suchtgefahr immer wieder Teil einer teils emotional geführten Debatte. Mit dem Steueränderungsgesetz 2026 sind die Fronten nun endlich geklärt: eSport-Angeboten (Achtung: nicht dem vom DOSB nach wie vor angeprangerten „eGaming“) steht nun der Weg offen in den gemeinnützigen Breitensportverein – zur Freude der

Das Steueränderungsgesetz 2025 macht eSport gemeinnützig: eSport-Vereine genießen ab sofort die steuerlichen Vorteile des Vereinsrechts; auch dem Breitensport steht nun die Tür zum eSport offen – insofern der Jugendschutz berück sichtigt wird.

eSport: Chance für den Breitensport oder „betreutes Zocken“?

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Bild: dmytro_sidelnikov – Freepik.com

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